Bericht aus dem Gemeinderat vom 6. Oktober 2020

Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 8. September
Informationen und Beschlüsse aus der öffentlichen Sitzung vom 8. Oktober

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Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 8. September

 

Planungsauftrag für Anglberg Nord-West vergeben
Für das Baugebiet Anglberg Nord-West muss ein Bebauungs- und Grünordnungsplan aufgestellt werden. Der Gemeinderat vergab den Planungsauftrag dafür an das Landschaftsarchitekturbüro Albert Schneider aus Wolfersdorf-Billingsdorf. In der Auftragssumme von 35.484,17 Euro ist auch die Änderung des Flächennutzungsplans für das Areal enthalten. Einen Teil der Kosten für das Bauleitplanverfahren tragen die Bauherren. Dabei werden die Kosten anteilig nach Flächengröße auf diejenigen umgelegt, für die durch die Änderung des Flächennutzungsplans neues Baurecht geschaffen wird.  Die Kosten für Planungen am neu entstehenden Ortsrand sowie für die Flächen, die bereits im Bebauungsplan Anglberg Nord-West als Bauland ausgewiesen sind, trägt die Gemeinde.

 

Informationen und Beschlüsse aus der öffentlichen Sitzung vom 6. Oktober 2020

 

Beleuchtung für Zolling Ost günstiger als geplant
In der September-Sitzung hatte der Gemeinderat über die Straßenbeleuchtung im neuen Gewerbegebiet Zolling Ost zu entscheiden – und mit der Entscheidung Geld gespart. Darüber informierte Bürgermeister Helmut Priller das Gremium. Ausgewählt hat das Gremium sieben Lampen des Typs Langmatz Parasolic 25W LED sowie eine des Typs Schreder Teceo 2 87W LED. Außerdem muss eine bestehende Lampe dieses Typs versetzt werden. Ursprünglich beliefen sich die Kosten auf 23.086,46 Euro (16 % MwSt), die neue Angebotssumme der Bayernwerk Netz GmbH liegt bei 22.701,95 Euro (16% MwSt).


Zwei E-Bikes für die Gemeinde
Die Gemeinde hat zwei E-Bikes gekauft. Das Rad der Marke Husqvarna hat eine Größe von 28 Zoll und einen tiefen Einstieg; das Rad der Marke Raymon ist mit 26 Zoll und normalem Einstieg etwas sportlicher geschnitten. Die Räder können zunächst Gemeindemitarbeiter für Fahrten aller Art - von Brotzeit holen bis Ortstermin - nutzen. Angedacht ist aber auch, dass Bürger*innen sich die beiden E-Bikes kostenlos übers Wochenende zum Testen ausleihen können. Bürgermeister Helmut Priller sieht die Anschaffung   als Unterstützung in der Mobilitätswende und als einen wichtigen Schritt hinsichtlich Energiewende 2035.

 

Wasser weiterhin abkochen!
Die Trinkwassersituation in Zolling ist noch immer nicht geklärt, das Chloren und Spülen der Behälter und Leitungen hat demnach nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Wie Gemeinderat Klaus Unger berichtete, seien zwar von 26 anschließend entnommenen Proben 25 negativ gewesen, eine Probe jedoch wies wieder Bakterien auf. Man wird weiterhin mit Hochdruck die Ursache suchen und dabei auch alle Hausanschlüsse prüfen. Für die Bürger*innen von Zolling gilt weiterhin: Wasser abkochen!

 

Zuschuss für Kläranlage
Für den Umbau der Abwasserteichanlage zum Belebungsbecken der Kläranlage Oberappersdorf gibt es Zuschuss vom Freistaat. 150.000 Euro bekommt die Gemeinde zu den Gesamtkosten 2.180.470,06 Euro dazu.

 

Neue Buslinie für das Ampertal
Das Ampertal bekommt mit der Ampertal-Tangentiale eine neue Buslinie. Über den Beschluss des Kreistags informierte der Gemeindechef sein Gremium. Die neue Linie 688 führt von Zolling über Gerlhausen, Haag, Langenbach, Thonstetten bis zum Bahnhof Moosburg und bindet so von 5.44 Uhr bis 22.48 Uhr im Zweistunden-Takt  zahlreiche Ortschaften besser an den ÖPNV an. 2021 findet nun die Ausschreibung statt, 2022 geht die Linie in Betrieb.

 

Bürgerversammlung findet zentral statt
Die Gemeinde Zolling hält trotz Corona eine zentrale Bürgerversammlung für Zolling und alle Ortsteile ab. Gemeindechef Helmut Priller betonte, wie wichtig das direkte Gespräch mit den Bürger*innen sei. Der direkte Austausch sei mit einer Versammlung im digitalen Raum, bei der vorab Fragen eingereicht werden müssen, nicht zu ersetzen. Nach den Hygieneverordnungen ist Platz für 120 Gäste im Bürgersaal Zolling.

 

Bebauungsplan für Baugebiet in Thann steht
Zu einer ausführlichen Diskussion kam es, als Landschaftsarchitekt Albert Schneider den Bebauungs- und Grünordnungsplan für das Baugebiet „Nördlich der Plörnbacher Str.“ in Thann präsentierte. Vier Parzellen werden dort entstehen, die vom Hang her erschlossen werden sollen. Der Gemeinderat stimmte den Entwürfen des Landschaftsarchitekten zu, jedoch mit dem Hinweis, dass der Bauherr frei wählen kann, wie und wo auf dem Grundstück er seine Garage errichtet. Das hat man im Beschluss nach der Diskussion, die sich auch um die Ortsrandbegrünung und die Gestaltung der Gemeinschaftsflächen drehte,  auf Anregung von Karl Toth ergänzt.

 

Stellungnahme für den Lärmaktionsplan abgegeben
Die Regierung von Oberbayern will einen Lärmaktionsplan für die Flughafenregion erstellen. In der ersten Phase des Prozesses, waren alle umliegenden Gemeinden aufgefordert, einen Fragebogen auszufüllen. Weil das Abgabedatum in der Sitzungspause des Gemeinderats lag, informierte Bürgermeister Helmut Priller, wie die Verwaltung im Fragenkatalog Stellung bezogen hat. Abgefragt wurden zum Beispiel, welche lärmmindernden Maßnahmen die Gemeinde für zielführend hält oder wie viele Beschwerden wegen Lärm bei der Gemeinde im Jahr 2019 eingegangen sind. Der Gemeinderat stimmte den Antworten der Verwaltung vollumfänglich zu. Zusätzlich zum Fragebogen bekräftigte das Gremium aber noch einmal einige wichtige Positionen: kein weiterer Ausbau des Flughafens mit einer dritten Startbahn sowie eine Beschränkung des Nachtflugs auf das Notwendigste. Weiter steigendes Flugaufkommen ist nach Ansicht der Gemeinde und der Räte unbedingt zu vermeiden. In einem zweiten Schritt wird aktuell auch die Bevölkerung in den Prozess eingebunden. Die Umfragen sollen dazu dienen, Lärmprobleme und deren Auswirkungen zu ermitteln und ihnen entgegenzuwirken. Alles zum Lärmaktionsplan und die Umfrage finden Sie hier.

 

Glasfaser für’s Rathaus
Der Freistaat fördert seit 2019 Glasfaseranschlüsse unter anderem für Rathäuser. Der Gemeinderat entschied einstimmig, dass das Rathaus Zolling einen solchen Anschluss bekommen soll. Auch dem Angebot der Firma T-Systems International GmbH, den Anschluss einzurichten, stimmte das Gremium zu. Im Angebotspreis von 39.541, 80 Euro (brutto) sind auch die notwendigen Bauarbeiten, um die Kabel zu verlegen enthalten. Die Summe von rund 40.000 Euro wird in den Haushalt 2021 eingestellt.

 

Dirtpark rückt in greifbare Nähe
In der Sitzung vom August hat die ÜWG einen Antrag gestellt, einen Dirtpark in Zolling zu bauen. Jetzt stand der Bau des Action-Parcours für Sport- und Freizeitradler im Gemeinderat zur Entscheidung und das Gremium hat sich für das Projekt ausgesprochen. Die Experten der Firma Radquartier aus Gattendorf sollen nun ein Konzept erstellen. Die Kosten von 3500 Euro (brutto) dafür genehmigte das Gremium. Im Vorfeld hat die Gemeinde bereits eine geeignete Fläche gesucht und wurde fündig: Die rund 3000 Quadratmeter große, freie Fläche hinter den Tennisplätzen der Spielvereinigung würde sich eignen, da sie der Gemeinde gehört, nahe am Ort und gut mit dem Rad erreichbar ist sowie nahe am Sportgelände liegt, so dass Kinder und Jugendliche im Notfall schnell Hilfe holen könnten. 2000 Quadratmeter sollen zunächst genutzt werden, um einen Parcours zu bauen. Dabei soll die Strecke möglichst naturnah sein und unversiegelt bleiben, auch, weil ein Teil der Fläche als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen ist. Zwar befindet sich das Gelände im  Landschaftsschutzgebiet, die Untere Naturschutzbehörde hat aber keine Bedenken bei dem Vorhaben. Im Rahmen der Konzeption, die übrigens einen Planungsworkshop beinhaltet, wird auch der Investitionsrahmen der Gemeinde für den Dirtpark festgelegt.

 

Mit Rigolen gegen Oberflächenwasser
Rigolen sollen in einen Bereich der Rotnpeckstraße das Problem mit Oberflächenwasser lösen. Den Einbau eine solchen Entwässerungssystems  befürwortete der Gemeinderat. Die Kosten in Höhe von etwa 21.000 Euro nahm das Gremium ebenfalls billigend zur Kenntnis. Schon länger gibt es in der Rotnpeckstraße das Problem, das nach starkem Regen das Oberflächenwasser nicht abfließt und in private Grundstücke läuft. Da im Rahmen der Straßeninstandhaltung die Bauarbeiten in der Heilmaierstraße aus dem aktuellen Aufgabenpaket gefallen ist, kann der Einbau der Rigolen als Ersatzmaßnahme gesehen werden; es entstehen also keine zusätzlichen Kosten.

 

Zolling ist beim „Stadtradeln“ dabei
Zolling wird sich im kommenden Jahr an der Aktion „Stadtradeln“ beteiligen. Das entschied der Gemeinderat und stellet auch die dafür notwendigen rund 2000 Euro zur Verfügung. Für jeden geradelten Kilometer der Teilnehmer*innen zahlt die Gemeinde fünf Cent für die lokale Jugendförderung der Vereine. Als Koordinator und Verantwortlicher der Aktion bestimmte man Ewald Roddewig. Der engagierte Bürger hatte im September dem Gemeinderat die Aktion vorgeschlagen.

 

Auch die Partner werden belohnt
Wenn ein Feuerwehrler 40 Jahre aktiv im Dienst ist, bekommt er vom Freistaat einen Gutschein für einen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim Bayerisch Gmain. Künftig können auch die Lebenspartner kostenlos mit. Der Gemeinderat entschied, dass die Gemeinde die Beherbergungskosten für den Partner übernehmen. Als Argument führte Bürgermeister Helmut Priller auf, dass auch die Lebenspartner mit Verzicht und Verständnis einen großen Beitrag zu diesem wichtigen Ehrenamt leisten würden.

 

Zollinger halten sich zumeist an Verkehrsregeln
In Sachen Verkehrsüberwachung hat die Gemeinde im Jahr 2019 erstmals draufgezahlt – und wertet das als Erfolg. Denn das bedeutet, dass es weniger Verkehrsverstöße zu ahnden gab, wie der Bericht der Kommunalen Verkehrsüberwachung zeigt. Den Einnahmen von 11.970 Euro stehen für 2019 Ausgaben in Höhe von rund 16.000 Euro gegenüber. Seit 2015 gehört Zolling zum Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung. Seitdem wird der fließende Verkehr in Zolling drei Mal drei Stunden pro Monat überwacht, seit 2016 auch der ruhende Verkehr mit fünf Stunden im Monat und demnächst gibt es entsprechende Kontrollen auch in den Ortsteilen. Zu Beginn werden Fahrzeughalter noch mittels Hinweiszettel auf Verstöße aufmerksam gemacht, danach gibt es Knöllchen. Die Verwaltung machte noch einmal klar, dass es bei der Überwachung nicht um Schikane, sondern um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer geht.

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