Bericht aus dem Gemeinderat vom 4. August 2020

Informationen und Beschlüsse aus der öffentlichen Sitzung vom 4. August

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Informationen und Beschlüsse aus der öffentlichen Sitzung vom 4. August

 

Kläranlage Zolling wird modernisiert
Die Einwohnerzahl in Zolling steigt stetig. Das macht sich auch am anderen Ende der Leitungen, nämlich in der Kläranlage Zolling bemerkbar. Die 1995 in Betrieb genommene Anlage muss modernisiert werden. Den vorgestellten Planungen und den voraussichtlichen Kosten in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro brutto (19% MwSt) gab der Gemeinderat seine Zustimmung. An den Kosten muss sich auch die Gemeinde Attenkirchen beteiligen, da die Kläranlage von beiden Kommunen gemeinsam betrieben wird.

Die Kapazitäten der Anlage sind voll ausgeschöpft. Das Ingenieurbüro Franz Lohr aus Oberappersdorf und das Büro ATM Abwassertechnik Dipl.-Ing. Detlef Wedi  sollen nun die Planungen vornehmen für eine zukunftsträchtige Erweiterung. Das beinhaltet baulicheMaßnahmen, aber auch technische Erneuerungen. Auch die Pumpwerke am Sportheim und im Forellenweg sind Teil der Maßnahme. Geplant ist, dass die Sanierung zum 31. Dezember 2021 abgeschlossen ist.

 

Palzing bekommt neue Kanäle
In der Bergstraße In Palzing muss der Regenwasserkanal saniert werden. Die Kosten dafür liegen inklusive Planungsleistungen bei rund 180.000 Euro brutto. Der Gemeinderat stimmte dieser Maßnahme zu, ebenso wie dem Zeitplan: Denn die Arbeiten die eigentlich schon 2019 hätten stattfinden sollen, müssen noch einmal auf 2021 verschoben werden. Grund ist, dass die Sanierung des Kanalsystems in Palzing Nord dringlicher ist. Der Kanal in der Bergstraße gibt einige Rätsel auf:  einige Abzweigungen und Ableitungen sind nicht nachvollziehbar oder ungeklärt. Diese Rätsel lassen sich allerdings auch nicht durch eine Kamerabefahrung auflösen, da die Zugänge zu eng sind dafür. Die Sanierung Anfang 2021 wird Klärung bringen. Die Ausschreibungen dafür erfolgen noch heuer im Herbst.

 

Zwei Lampen für die Moosstraße
In der Moosstraße in Palzing werden zwei zusätzliche Straßenlampen aufgestellt und eine vorhandene ausgetauscht. Den Auftrag in Höhe von 9.573,82 Euo brutto (16 % MwSt) vergab der Gemeinderat an die Firma Bayernwerk Netz GmbH aus Pfaffenhofen.

 

Mobilitätsmanager für MIA-Region
Insgesamt 17 Gemeinden – von Allershausen bis Zolling – gehören zu dem Zusammenschluss MIA (Mobilitätskonzept für die Isarregion und das Ampertal). Gemeinsam hat man ein Konzept entwickelt, wie man diese Region nachhaltig und attraktiv mit ÖPNV, Rad- sowie Individualverkehr vernetzen und anbinden kann. Damit das Konzept auch zur Umsetzung kommt, soll ein(e) Mobilitätsmanager*in eingestellt werden; die Kosten teilen sich alle Mitgliedsgemeinden. Die Zollinger Räte stimmten dem Vorschlag zu. Wenn alle MIA-Gemeinden der Idee zustimmen, belaufen sich die Kosten für die „Kümmererstelle“ pro Gemeinde pro Einwohner auf 50 Cent im Jahr. Für Zolling bedeutet das rund 2.518,10 Euro pro Jahr. Noch günstiger wird es, wenn sich der Landkreis beteiligt. Auch eine Förderung durch LEADER ist möglich. Die Stelle ist als Projektstelle auf 2,5 Jahren angelegt.

 

Bevölkerungsprognose hilft bei umsichtiger Zukunftsplanung
Im Juni hatte Bürgermeister Hellmut Priller ein Vorgespräch mit einem Experten für Bevölkerungsprognosen. Jetzt lag dem Gemeinderat dazu ein  konkretes Angebot der Firma SAGS, Institut für Sozialplanung, Jugend-und Altenhilfe, Gesundheitsforschung und Statistik aus Augsburg in Höhe von 12.230 Euro netto vor. Der Gemeinderat gab grünes Licht für die Zukunftsprognose. Diese professionelle Einschätzung ist wichtig, um infrastrukturell vorausschauend planen zu können. Der Schwerpunkt bei der Studie liegt vor allem auf der Bedarfsplanung zur Kinderbetreuung im Bereich Kindertagesstätte sowie Grund- und Mittelschule.

 

Duschen für den Anglberger Weiher
So wie es aussieht, bekommen die Badegäste am Anglberger Weiher im nächsten Jahr Duschen. Einen entsprechenden Antrag der UBZ befürwortete der Gemeinderat. Die Fraktion führte in ihrem Antrag aus, dass der Wunsch nach Duschen an diesem Weiher schon mehrfach von Bürgerinnen und Bürgern geäußert worden sei und so eine Anlage außerdem die Aufenthaltsqualität noch einmal erhöhen würde. Nun soll das Begehren an den Erholungsflächenverein herangetragen werden, da dieser eine Förderung solcher Maßnahmen in Aussicht gestellt hat. Wenn alles klappt, können die Duschen im Juli 2021 eingeweiht werden, genau 21 Jahre nach Einweihung des Weihers als Badesee.

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