Bericht von der Gemeinderatssitzung Zolling am 27. Juni 2017

Rathaus Zolling, April

Nicht-öffentliche Beschlüsse der Sitzung am 30. Mai

Erweiterung Kläranlage Oberappersdorf

Den Auftrag für die Erd-, Beton- und Stahlbetonarbeiten für die Erweiterung der Kläranlage Oberappersdorf erhält die Firma Wadle Essenbach/Altheim, die 1.055.947,67 Euro (brutto) dafür veranschlagt.

Neues Schiebetor für den Bauhof

Der gemeindliche Bauhof in Oberzolling erhält zur Zugangssicherung ein Schiebetor. Den Auftrag für die Lieferung und Montage erhält die Firma Röhm & Roder, deren Angebot 11.234,97 Euro (brutto) beträgt.

 


Beschlüsse und Themen der Sitzung am 27. Juni 2017

Gemeinde Zolling senkt Entwässerungsgebühren

Tunrnusmäßig sind die Abwassergebühren neu zu kalkulieren. Als Kalkulationszeitraum werden vier Jahre angesetzt, d.h. es werden rückwirkend die Ausgaben der letzten vier Jahre berücksichtigt und ein Planungsansatz für die Vorhaben der kommenden vier Jahre zu Grunde gelegt. Aus der letzten Kalkulation wurden Überschüsse erzeugt, da die bauliche Umsetzung der Erneuerung der Kläranlage in Oberappersdorf nicht mehr in diesem Zeitraum umgesetzt werden konnte. Diese Überschüsse werden nun in der neuen Berechnung den Bürgern wieder gutgerechnet, so dass die neuen Gebühren ab dem 1 Juli 2017 entsprechend gesenkt werden konnten. Die Entsorgung von einem Kubikmeter Schmutz – und Oberflächenwasser kostet jetzt 2,75 Euro (bisher 2,90 Euro) pro Kubikmeter, die Einleitung eines Kubikmeters Schmutzwasser 2,48 Euro.

Festausschuß für die 1275 Jahrfeier im Sommer 2019

Die Planungen für die 1275-Jahrfeier im Sommer 2019 gehen voran. Folgende Zollinger Vereine werden einen Vertreter in den Festausschuss entsenden: Feuerwehr Zolling, Schützenverein Siechendorf, SpVgg Zolling, Musikverein, sowie der Burschenverein Zolling. Das Festwochenende wird vom 24. Mai bis 2. Juni 2019 stattfinden, dafür wird ein Festzelt mit 1.500 bis 2.000 Plätzen aufgestellt. Es wurden bereits einige Veranstaltungen festgelegt. So ist ein Ehrenabend für die Vereine und verdiente Bürger geplant, oder auch ein Tag der offenen Tür in den gemeindlichen Einrichtungen. Genauso sind die Vereine aufgefordert. einen Beitrag zum Festjahr zu überlegen

Zuschuss für die Renovierung des Pfarrheims

Die Gemeinde unterstützt die bereits abgeschlossene Renovierung des Pfarrheims mit rund 5.000 Euro, das sind fünf Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 98.164 Euro.

Kraftwerk Zolling plant Gasturbine zu errichten

Der Kraftwerksbetreiber Engie plant, das Kohlekraftwerk in Anglberg für die Energiewende umzustrukturieren, um den Standort für die Stromerzeugung langfristig zu erhalten. Kurz nachdem das Unternehmen seine Pläne für den Bau einer Klärschlammtrocknungsanlage bekannt gab, liegen nun die Unterlagen für den Bau einer Gasturbine auf dem Tisch, die Kraftwerksleiter Lothar Schreiber den Gemeinderäten und Bürgermeister Riegler vorstellte . Der Gesetzgeber plane den Bau von sogenannten Reservekraftwerken zu fördern, die schnell aus Gas Strom erzeugten, um die Netzstabilität aufrecht zu erhalten. Das Neue daran sei, dass nicht die gelieferte Strommenge bezahlt werde, sondern die Bereitschaft, ihn wie eine Art Feuerwehr bereit zu stellen. Bezüglich des Anbieters werde es erst noch eine Ausschreibung durch die Regierung von Oberbayern geben, so Schreiber. Das Kraftwerk Zolling rechne sich dafür jedoch gute Chancen aus. Die strategische Lage des Standorts sei für ein solches Reservekraftwerk, das aus Gas Strom erzeugt, optimal, denn die große Gasleitung, die das Unternehmen Open Grid Eruope plant, führt in nur 1000 Meter Entfernung am Kraftwerk vorbei und könne unkompliziert genutzt werden. Außerdem gebe es eine Starkstromleitung, in die der Strom eingespeist werden könnte. Ein weiterer Vorteil sei, dass man die Turbine, die in einem großen Haus untergebracht werde, in den Bestand bauen könnte und keine neuen Flächen dafür versiegeln müsste. 120 Millionen Euro will Engie in den Bau der Gasturbine investieren. Spätestens 2022, wenn die Kernkraftwerke komplett abgeschaltet werden, müsse die Gasturbine laufen, erklärt Schreiber. Wie lange die Turbine jährlich laufen werde, könne man nicht abschätzen. Dies hänge davon ab, wie viel regenerativ erzeugter Strom zur Verfügung stehe und wie viel verbraucht werde. Man gehe von ca. 500 Stunden jährlich aus. Im Rahmen der Vorbereitung eines Genehmigungsverfahrens laufe eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für das Projekt. Dabei werden die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, auf Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt sowie auf Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft untersucht. Außerdem führte die Genehmigungsbehörde im Rahmen der UVP ein freiwilliges, rechtlich nicht verpflichtendes „Scoping“ durch, zu dem sich der Antragsteller sowie Vertreter der Genehmigungsbehörde, aber auch der betroffenen Gemeinden sowie des Natur- und Umweltschutzes an einen Tisch setzten, um die erforderlichen Gutachten und Unterlagen für das Antragsverfahren festzusetzen. Bernd Franke vom ifeu-Institut in Heidelberg, der die UVP für das Vorhaben durchführt, versicherte, dass alle Grenzwerte deutlich unterschritten würden und wenn die Turbine laufe, man in den Wohngebieten davon nicht gestört würde.

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